04 March 2026, 14:33

Dorothee Daun führt Solinger Behindertenbeirat mit neuem Team für mehr Inklusion

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße und hält ein "Solidarität und Feminismus"-Schild, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Dorothee Daun führt Solinger Behindertenbeirat mit neuem Team für mehr Inklusion

Dorothee Daun ist als Vorsitzende des Solinger Beirats für Menschen mit Behinderungen wiedergewählt worden. Sie wird ihre langjährige Arbeit für soziale Teilhabe gemeinsam mit zwei neuen stellvertretenden Vorsitzenden fortsetzen: Oliver Backhaus und Yesim Özem. Die Gruppe hat sich verpflichtet, sich für stärkere Rechte und mehr Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen in der Stadt einzusetzen.

Daun bringt jahrzehntelange Erfahrung in die Position ein – sie ist seit über 30 Jahren Mitglied im Solinger Stadtrat. Zudem leitet sie Autismus Rhein-Wupper sowie den örtlichen Verband des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Ihr Fokus liegt weiterhin darauf, Chancengleichheit auf kommunaler und regionaler Ebene durchzusetzen.

Oliver Backhaus, Medienökonom von Beruf, übernimmt als stellvertretender Vorsitzender mit einem Hintergrund in der Behindertenrechtsbewegung. Er steht dem Verein Barrierefreier Zugang vor und setzt sich besonders für bessere Zugänglichkeit ein, etwa für Rollstuhlfahrer. Die zweite Stellvertreterin, Yesim Özem, arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich ehrenamtlich als Personalrätin. Zudem vertritt sie die SPD im Beirat.

Die Gruppe kritisiert die Handhabung der Behindertenhilfe in Nordrhein-Westfalen scharf: Unterfinanzierung und bürokratisches Chaos seien an der Tagesordnung. Zuständigkeiten für Unterstützungsleistungen würden oft unvorhersehbar zwischen Land, Kreis und Kommune hin- und hergeschoben. Zu den Prioritäten gehören der Erhalt von Leistungen für Menschen mit Behinderungen sowie die stärkere Verankerung von Inklusion im kulturellen Leben Solingens.

Ein zentrales Anliegen der neuen Führung ist es, Inklusion aktiv zu gestalten – und nicht nur zu verwalten. Echte Teilhabe erfordere konkrete Schritte statt bloßer Verwaltungspraxis, betonen sie.

Die Wiederwahl Dauns und die Berufung von Backhaus und Özem markieren einen neuen Schub für die Behindertenrechte in Solingen. Geplant sind die Sicherung von Fördermitteln, die Verbesserung der Barrierefreiheit und die Verankerung von Inklusion in der Stadtpolitik. Als nächste Schritte will die Gruppe bürokratische Hürden abbauen und das öffentliche Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen schärfen.

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