Dormagens Bürgermeister und Bundestagsabgeordneter besprechen Zukunft der Chemieindustrie
Charlotte KrügerDormagens Bürgermeister und Bundestagsabgeordneter besprechen Zukunft der Chemieindustrie
Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld traf sich kürzlich mit dem Bundestagsabgeordneten Carl-Philipp Sassenrath im Rathaus, um drängende lokale Anliegen zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Bundespolitik und deren Auswirkungen auf die Stadt – insbesondere die Herausforderungen für die chemische Industrie angesichts steigender Energiekosten und grundlegender wirtschaftlicher Veränderungen.
Bei dem Treffen flossen lokale und bundespolitische Perspektiven zusammen. Sassenrath vertritt seit 2025 den Wahlkreis Dormagen, Neuss, Grevenbroich und Rommerskirchen. Beide Politiker betonten die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit, um Themen wie den industriellen Wandel und Fördermöglichkeiten anzugehen.
Der Chemiestandort Dormagen – mit dem Chempark, in dem 77 Unternehmen rund 10.500 Beschäftigte arbeiten und über 2.000 Produkte herstellen – steht unter zunehmendem Druck. Hohe Energiepreise und die Gefahr der Deindustrialisierung haben die Stadt veranlasst, eine eigene Stelle für Standorttransformation einzurichten. Zu den jüngsten Entwicklungen zählen die Bewilligung von Bundesmitteln für das Batterierecycling-Unternehmen cylib im Dezember 2025 sowie Umweltprüfungen bei der Bayer AG im September 2025.
Lierenfeld unterstrich die Bedeutung eines regelmäßigen Austauschs zwischen Bund und Kommune, um politische Ziele abzustimmen und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Sassenrath pflichtete dem bei und verwies darauf, dass lokale Industrieentwicklungen die Bundespolitik prägen sollten – vor allem mit Blick auf die Zukunft der produzierenden Wirtschaft.
Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzuführen und sich eng in Fragen abzustimmen, die Dormagen und den gesamten Rhein-Kreis Neuss betreffen. Angesichts der angespannten Lage der Chemieindustrie und der entscheidenden Rolle bundespolitischer Weichenstellungen wird mit weiteren gemeinsamen Initiativen gerechnet, um Förderbedarfe und politische Auswirkungen zu bewältigen.






