Dinslakens erstes Stadtgespräch: Bürger diskutieren über Schulden und Infrastrukturprojekte
Theo SchulteDinslakens erstes Stadtgespräch: Bürger diskutieren über Schulden und Infrastrukturprojekte
Dinslakens erstes Stadtgespräch fand am 11. März 2026 im Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld statt
Rund 70 Bürgerinnen und Bürger trafen sich mit Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae, um über die finanziellen Herausforderungen der Stadt und anstehende Projekte zu diskutieren. Die Veranstaltung sollte einen offenen Austausch über die Zukunft Dinslakens angesichts steigender Schulden und Haushaltsbelastungen ermöglichen.
Zwischen 2021 und 2025 stieg das Haushaltsdefizit der Stadt von etwa 15 Millionen Euro auf über 40 Millionen Euro an. Gleichzeitig wuchs die Gesamtverschuldung von rund 250 Millionen Euro auf 320 Millionen Euro. Rückläufige Steuereinnahmen, höhere Sozialausgaben und verschobene Investitionen verschärften die finanzielle Lage.
Infrastrukturprojekte und Sparmaßnahmen im Fokus
Während der Veranstaltung kündigte Bürgermeister Panke mehrere Infrastrukturvorhaben an, die durch Bundesfördergelder finanziert werden. Dazu gehören eine neue Turnhalle für die EBGS-Schule, Sanierungsarbeiten an der Feuerwehrwache Eppinghoven, das fertiggestellte Schulzentrum in Hiesfeld sowie die Umrüstung von Straßenlaternen auf energieeffiziente LEDs. Zudem informierte die Stadt über Pläne zur Entwicklung des Geländes des Hiesfelder Freibads – aktuell verhandeln die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) über Verträge.
Stadtkämmerer Achim Thomae skizzierte Einsparungsmaßnahmen, darunter eine Erhöhung der Grundsteuer B (Grundsteuer für bebaute Grundstücke). Die Anwesenden äußerten Bedenken zu geplanten Steuererhöhungen, Verwaltungsreformen, Schulbauprojekten und der Präsenz in der lokalen Politik. Einige fragten, ob frühere Maßnahmen die aktuelle Finanzkrise hätten abmildern können.
Haushaltsbeschluss und nächste Bürgerveranstaltung
Der städtische Haushalt, ein zentrales Thema der Diskussion, wird am 26. März im Stadtrat zur Abstimmung stehen. Ein weiteres Stadtgespräch ist für den Herbst geplant, um die Bürgerbeteiligung fortzusetzen.
Die Veranstaltung wurde als gelungene Plattform gelobt, die Bürger und Verwaltung zusammenbrachte, um Dinslakens Probleme gemeinsam anzugehen. Offene Fragen können an das Bürgermeisterbüro unter [email protected] gerichtet werden. Nun wartet die Stadt auf die Entscheidung des Rates über den Haushalt Ende dieses Monats.