DFB-Elf sucht nach Lösungen für wackelige Abwehr und Nachwuchsprobleme
Deutschlands Defensive kommt nach jüngsten Spielen unter Druck
Die defensiven Schwächen der deutschen Nationalmannschaft gerieten nach den letzten Länderspielen in die Kritik. Markus Krösche, Sportdirektor des DFB-Teams, wies auf Lücken in der Personalplanung und der Nachwuchsförderung hin. Das Debüt des jungen Abwehrspielers Nnamdi Collins während der September-Länderspiele verschärfte die Herausforderungen zusätzlich.
Julian Nagelsmann berief Nnamdi Collins im September 2022 erstmals in die Nationalmannschaft. Der 19-Jährige gab am 2. September sein A-Länderspieldebüt gegen die Slowakei und begann die Partie als rechter Außenverteidiger. Sein Auftritt gestaltete sich jedoch schwierig: David Hancko erzielte das Führungstor für die Slowaken, während Collins Mühe hatte, den Gegner in Schach zu halten.
Nach nur 45 Minuten wurde Collins ausgewechselt. Nagelsmann stellte die Formation um und setzte Maximilian Mittelstädt in der zweiten Halbzeit als rechten Außenverteidiger ein. Gegen Nordirland wechselte der Bundestrainer anschließend auf ein Dreierabwehrsystem.
Nach den Spielen nahm Krösche Collins in Schutz und verwies auf dessen fehlende Einbindung und Erfahrung im Kreis der etablierten Nationalspieler. Gleichzeitig kritisierte er grundsätzliche Probleme der Mannschaft, darunter den Mangel an spezialisierten Stürmern und Defensivkräften. Die Nachwuchsförderung, so seine Argumentation, solle stärker positionsbezogene Fähigkeiten vermitteln statt allgemeine taktische Schulungen in den Vordergrund zu stellen.
Die defensiven Experimente der DFB-Elf gehen weiter – auf der Suche nach Stabilität. Collins’ Debüt offenbarten sowohl individuelle Anpassungsschwierigkeiten als auch strukturelle Defizite. Nun stehen Entscheidungen über die Kadertiefe und die langfristige Spielerentwicklung an.






