Deutsches Blechmuseum kämpft mit 80.000 Euro Defizit und kürzt Öffnungszeiten drastisch
Charlotte KrügerDeutsches Blechmuseum kämpft mit 80.000 Euro Defizit und kürzt Öffnungszeiten drastisch
Deutsches Blechmuseum in Krefeld-Fichtenhain drosselt Betrieb wegen finanzieller Engpässe
Das Deutsche Blechmuseum in Krefeld-Fichtenhain muss seinen Betrieb aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zurückfahren. Die Öffnungszeiten wurden reduziert, und Führungen finden nun nur noch mittwochnachmittags statt. Hintergrund sind jährliche Fehlbeträge von bis zu 80.000 Euro.
Um jährlich etwa 8.000 Euro zu sparen, wurden die regulären Führungen stark eingeschränkt. Gruppen können weiterhin mittwochnachmittags nach telefonischer oder online Voranmeldung an Führungen teilnehmen. An anderen Tagen müssen vorab gebuchte Gruppen den vollen Preis entrichten.
Die Bürozeiten wurden auf Montag bis Mittwoch begrenzt. An den übrigen Tagen widmet sich das Personal vorrangig der Forschung. Zudem wurde die Belegschaft verkleinert: Eine Restauratorin wurde entlassen, und eine Vollzeitstelle in der Forschung wurde auf Teilzeit reduziert.
Trotz der finanziellen Probleme arbeitet das Museum mit Pädagogen an einem neuen Programm. Unter dem Titel "Junge Forscher entdecken" soll vor allem ein jüngeres Publikum angesprochen werden. Die Einrichtung finanziert sich unter anderem durch Leihgaben für Ausstellungen, Fachvorträge und Buchverkäufe. Von der Stadt Krefeld oder anderen Institutionen erhält das Museum jedoch keine Unterstützung.
Das jährliche Haushaltsdefizit liegt zwischen 60.000 und 80.000 Euro. Wie viele Besucher das Museum vor den Einschränkungen zählte, ist nicht bekannt.
Das Deutsche Blechmuseum führt seinen Betrieb mit weniger Personal und reduzierten Öffnungszeiten fort. Führungen sind nun größtenteils auf Mittwochnachmittage beschränkt – es sei denn, Gruppen übernehmen die zusätzlichen Kosten. Das neue Bildungsangebot zeigt den Versuch, trotz anhaltender finanzieller Herausforderungen jüngere Zielgruppen zu gewinnen.






