Chemikalienunfall in Paderborn: Chlorgas-Leck löst Großeinsatz aus
Rettungskräfte rücken nach Chemikalienleck in Paderborner Logistikunternehmen aus
In den frühen Morgenstunden des Dienstags wurden Rettungskräfte zu einem Logistikunternehmen im Paderborner Stadtteil Elsen alarmiert, nachdem es Meldungen über einen Chemikalienaustritt gegeben hatte. Mehrere Mitarbeiter erkrankten, woraufhin Feuerwehr, Polizei und Rettungsteams umgehend ausrückten.
Die Feuerwehr erhielt den Notruf gegen 07:33 Uhr am 1. Juli 2025. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass Beschäftigte über gereizte Augen und Halsschmerzen klagten – vermutlich ausgelöst durch eine unbekannte Substanz, die aus einem Paket ausgetreten war. Das Gebäude wurde vorsorglich evakuiert und abgesperrt.
Ein Team von 35 Einsatzkräften, darunter ABC-Gefahrgut-Spezialisten und Polizisten, nahm die Ermittlungen auf. Feuerwehrleute in Schutzkleidung durchsuchten die Pakete, insbesondere solche mit Gefahrgutkennzeichnung. Bald konnten sie die Ursache auf eine Lieferung von Chlortabletten für Schwimmbäder zurückführen.
Durch beschädigte Verpackung war eine chemische Reaktion ausgelöst worden, bei der geringe Mengen Chlorgas freigesetzt wurden. Die betroffene Sendung wurde sicher entfernt, und leistungsstarke Lüftungsgeräte reinigten die Luft im Lager. Eine Frau musste nach einer Erstversorgung vor Ort durch Rettungssanitäter zur weiteren Behandlung in ein Paderborner Krankenhaus gebracht werden.
Der Einsatz endete nach etwa drei Stunden, ohne dass es zu weiteren Vorfällen kam. Die Behörden bestätigten, dass das Chlorgas-Leck auf eine defekte Verpackung bei einer Lieferung von Poolchemikalien zurückging. Die betroffene Halle wurde vollständig belüftet, bevor die Mitarbeiter zurückkehren durften. Die genauen Ursachen für den Verpackungsschaden sollen weiter untersucht werden.






