Bundeskartellamt genehmigt Adobes Milliardendeal für Semrush – ohne Auflagen
Charlotte KrügerBundeskartellamt genehmigt Adobes Milliardendeal für Semrush – ohne Auflagen
Bundeskartellamt gibt grünes Licht für Adobes geplante Übernahme von Semrush
Das deutsche Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme des führenden Suchmaschinenoptimierungs-Plattform Semrush durch Adobe genehmigt. Der Deal, dessen Volumen über 400 Millionen Euro beträgt, folgte einer gründlichen Prüfung möglicher Wettbewerbsbedenken. Die Behörden fanden keine Hinweise darauf, dass die Fusion den Marktwettbewerb beeinträchtigen würde.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, ob das fusionierte Unternehmen die aufstrebenden Bereiche Answer Engine Optimization (AEO) oder Content-Management dominieren könnte. Die Behörden sammelten Rückmeldungen von Kunden und Wettbewerbern, um die Auswirkungen zu bewerten. Zudem wurden Bedenken hinsichtlich gebündelter Produktangebote und Marktabschottung geprüft.
Semrush hat kürzlich sein Dienstleistungsportfolio erweitert und bietet nun auch Tools zur Verbesserung der Markensichtbarkeit in KI-Chats wie ChatGPT und Gemini an. Dieser Schritt passt zu Adobes übergeordneter Strategie, seine Position im digitalen Marketing und in der KI-gestützten Suchoptimierung zu stärken. Trotz der Genehmigung bleibt Adobes Präsenz im spezialisierten SEO-Bereich im Vergleich zu Mitbewerbern wie Ahrefs, Moz und Semrush selbst begrenzt.
Adobe, vor allem bekannt für Kreativsoftware wie Photoshop und Acrobat, ist auch im digitalen Marketing mit Adobe Experience Manager aktiv. Durch die Übernahme sollen die Fähigkeiten des Unternehmens im Bereich KI-basierter Suchtools ausgebaut werden. Stand März 2026 ist der Deal jedoch noch nicht abgeschlossen, und Semrush operiert weiterhin eigenständig.
Die Freigabe ebnet Adobe den Weg für die Übernahme, vorbehaltlich der finalen Vereinbarungen. Semrushs Expertise in den Bereichen SEO und AEO wird Adobes bestehende Lösungen für Marketing und Content-Management ergänzen. Die Behörden bestätigten, dass ausreichend Wettbewerb auf dem Markt bestehen bleibt, sodass Unternehmen weiterhin Alternativen zur Verfügung stehen.






