Bottrop tanzt gegen Gewalt: 80 Menschen trotzen Kälte für Frauenrechte
Lea KochBottrop tanzt gegen Gewalt: 80 Menschen trotzen Kälte für Frauenrechte
Zum elften Mal gingen Aktivistinnen und Aktivisten in Bottrop am 14. Februar auf die Straße, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Kundgebung war Teil des weltweiten One Billion Rising-Tanzprotests, der auf die anhaltenden Bedrohungen aufmerksam macht, denen Überlebende ausgesetzt sind. Trotz eisiger Kälte versammelten sich etwa 80 Menschen, um Solidarität zu zeigen und Veränderung zu fordern.
Veranstaltet wurde die Aktion vom Frauenzentrum Courage, das auf den mangelnden Schutz für Frauen und Mädchen hinwies, die von männlicher Gewalt betroffen sind. Das diesjährige Motto "Ni una menos – Frauen in Flammen" richtete den Fokus auf Femizide, insbesondere durch aktuelle oder ehemalige Partner. Ziel war es, Betroffene zu stärken und nachdrücklichere Maßnahmen einzufordern.
Die Band A Mournful Experience sorgte mit Live-Musik für die passende Stimmung, während die Peter Frank Tanzschule die Teilnehmenden zu choreografierten Auftritten anleitete. Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld nahm teil, ebenso wie die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert und die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann. Ihre Anwesenheit unterstrich die lokale Unterstützung für die Sache.
Trotz frostiger Temperaturen und leichtem Schneefall ließ sich die Menge nicht abschrecken. Der Protest markierte ein weiteres Jahr des Bottroper Engagements in der internationalen Bewegung, auch wenn die genauen Teilnahmetrends der vergangenen fünf Jahre aufgrund fehlender öffentlich zugänglicher Daten unklar bleiben.
Die Demonstration vereinte Aktivist:innen, Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung sowie Künstler:innen im Kampf gegen Gewalt an Frauen. Mit 80 Teilnehmenden, die den unwirtlichen Bedingungen trotzten, bekräftigte die Veranstaltung das Engagement der Gemeinschaft für dieses Thema. Die Organisator:innen fordern weiterhin mehr Bewusstsein und strukturelle Veränderungen, um Gefährdete besser zu schützen.






