15 May 2026, 22:05

Bergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände renaturieren – und hofft auf Millionenförderung

Ein Miniaturmodell einer Stadtlandschaft mit einem Fluss, Gebäuden, Straßen und Text.

Bergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände renaturieren – und hofft auf Millionenförderung

Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung im Rahmen eines Klimawandel-Anpassungsprogramms bewilligt. Bei Erfolg könnte das Projekt das Landschaftsbild und die Identität des Gebiets nachhaltig prägen.

Der Stadtrat beschloss den Beitritt zum Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Damit kann Bergisch Gladbach nun Fördermittel für die Renaturierung und Freilegung der Strunde beantragen. Bis zu 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von 5,4 Millionen Euro – rund 4,32 Millionen – könnten aus Bundesmitteln stammen, der Rest würde aus den Sondervermögen der Stadt finanziert.

Lokale Politiker unterstützen das Vorhaben nachdrücklich. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, rief die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen. Andreas Ebert, SPD-Sprecher für Stadtentwicklung, äußerte die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags die Mittel freigibt. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundestag; mit einer Auswahl der geförderten Projekte wird Ende 2026 gerechnet.

Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, betonte die Tragweite des Vorhabens. Die Renaturierung der Strunde, so ihre Argumentation, werde dem Zanders-Gelände ein völlig neues Gesicht verleihen. Die Stadt wird nun offiziell ihr Interesse an der Förderung bei der Bundesregierung anmelden.

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Das weitere Schicksal des Projekts hängt nun vom Haushaltsausschuss des Bundestags ab. Bei einer Bewilligung könnte der renaturierte Fluss ökologische und gestalterische Veränderungen auf dem Zanders-Areal mit sich bringen. Die Stadt hat bereits die notwendige politische Rückendeckung im Rat sowie das Finanzierungskonzept für die Umsetzung gesichert.

Quelle