Bergisch Gladbach stoppt Sanierung der Kölner-Dom-Straße nach Bürgerprotesten
Lea KochBergisch Gladbach stoppt Sanierung der Kölner-Dom-Straße nach Bürgerprotesten
Bergisch Gladbach verschiebt Sanierung des nördlichen Abschnitts der Kölner-Dom-Straße
Nach Protesten von Anwohnern hat Bergisch Gladbach die geplante Sanierung des nördlichen Abschnitts der Kölner-Dom-Straße verschoben. Die Stadt wird die Pläne nun in Abstimmung mit dem Bauunternehmen überarbeiten, sodass die Arbeiten frühestens im Frühjahr 2026 beginnen. Behörden räumten ein, dass das ursprüngliche Konzept zu einer Verschärfung des Verkehrs in den angrenzenden Straßen hätte führen können.
Von Anfang an gab es Widerstand von Bewohnern des Stadtteils Nittum, die eine Zunahme von Schleichverkehr und Staus befürchteten. Als Reaktion darauf sagte die Stadt zu, die Maßnahmen neu zu bewerten und zunächst ein verbessertes Verkehrskonzept zu erarbeiten, bevor die Bauarbeiten fortgesetzt werden.
In der ersten Phase wird zunächst nur ein Gehweg erneuert, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Fahrspuren bleiben offen, sodass der Verkehr in beide Richtungen wie gewohnt fließen kann. Später soll ein überarbeitetes Einbahnstraßensystem eingeführt werden, das die Ampelschaltungen an Kreuzungen optimiert.
Zu den wichtigsten Verbesserungen gehören die Neupflasterung der Straße, die Verbreiterung von Gehwegen und Radwegen sowie die Aufwertung der Begrünung entlang der Strecke. Auch die Parkstreifen werden modernisiert. Wann die weiteren Bauabschnitte – und das neue Einbahnsystem – umgesetzt werden, steht jedoch noch nicht fest.
Um zu verhindern, dass Umleitungen die Wohngebiete überlasten, wird ein Verkehrskonzept erarbeitet, das Kurzstrecken über den Nittumer Weg und den Zehntweg sperrt. Ziel bleibt es, die Infrastruktur zu modernisieren, ohne die Erreichbarkeit und Sicherheit der Umgebung zu beeinträchtigen.
Der überarbeitete Zeitplan gibt der Stadt mehr Spielraum, um die Planung zu verfeinern. Die Arbeiten an der Kölner-Dom-Straße sollen nun 2026 starten, wobei die Anpassungen darauf abzielen, die Verkehrsprobleme für die Anwohner zu verringern. Weitere Details zu den Bauphasen und dem Einbahnsystem stehen noch aus.