Bergisch Gladbach gedenkt still der Opfer des Hamas-Angriffs vor zwei Jahren
Charlotte KrügerBergisch Gladbach gedenkt still der Opfer des Hamas-Angriffs vor zwei Jahren
Gedenkveranstaltungen und Kundgebungen markieren zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel in Bergisch Gladbach
Mit einer Reihe von Mahnwachen und Kundgebungen ist in Bergisch Gladbach an den zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel erinnert worden. Bereits am frühen Dienstagmorgen versammelte sich eine kleine Gruppe am Holocaust-Mahnmal im Park von Villa Zanders, um der Opfer zu gedenken. Später fand auf dem Konrad-Adenauer-Platz eine weitere Veranstaltung mit Lesungen und dem Singen der israelischen Nationalhymne statt.
Der Tag begann um 6:56 Uhr mit einer Schweigeminute am Holocaust-Mahnmal im Park von Villa Zanders. Die Teilnehmer gedachten der Opfer des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023, bei dem 251 Menschen als Geiseln verschleppt wurden. Gegen Abend trafen sich etwa 40 Personen auf dem Trotzenburgplatz, hielten Schilder hoch und forderten die Freilassung der noch festgehaltenen Geiseln. Zwei Polizeibeamte waren vor Ort, doch keine Vertreter der lokalen Politik nahmen teil.
Um 18 Uhr folgte eine Kundgebung auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Petra Hemming, Vorsitzende der Städtepartnerschaftsvereinigung zwischen Bergisch Gladbach und den israelischen Orten Ganey Tikva und Nir Oz, verlas ein Interview mit einer Überlebenden. Ein israelischer Gast sang anschließend die Nationalhymne Hatikva. Auffällig war, dass während der Veranstaltungen keine israelische Flagge am Rathaus gehisst wurde.
Der Verein organisiert seit zwei Jahren wöchentlich dienstags Mahnwachen. Hemming betonte, dass die Gruppe keine politischen Verbindungen zu innerisraelischen Angelegenheiten unterhalte. Trotz des Engagements blieb die abendliche Kundgebung auf dem Marktplatz ohne Resonanz bei Passanten oder der Bevölkerung.
Lokale Abonnenten erhielten um 7:07 Uhr die tägliche Nachrichtenzusammenfassung "Der Tag in GL", in der über die Ereignisse berichtet wurde.
Die Mahnwachen und Kundgebungen in Bergisch Gladbach finden seit zwei Jahren statt und rücken weiterhin die Geiseln und Opfer des Angriffs von 2023 in den Fokus. Ohne Beteiligung lokaler Politiker und mit geringer öffentlicher Wahrnehmung blieben die Veranstaltungen zwar leise, aber beharrlich. Die Organisatoren unterstreichen ihre unpolitische Haltung, halten die Thematik aber präsent in der Stadt.






