Bayern-Fans boykottieren Hit in Dortmund – Eskalation vor dem Spiel
Bayern-München-Fans boykottieren Spiel in Dortmund – Polizeieinsatz eskaliert
Bei der Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München am Samstag im Signal Iduna Park kam es zu einem Boykott durch die Münchner Anhänger. Viele Fans blieben dem Spiel fern, nachdem es vor Anpfiff zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen war. Der Gästeblock blieb auffällig leer, Banner und Fahnen fehlten.
Wie Sky berichtete, nahmen etwa 500 organisierte Bayern-Fans nicht am Spiel teil. Der Boykott folgte auf Vorwürfe gegen die Polizei wegen übermäßiger Gewaltanwendung. Die Behörden widersprachen und behaupteten, Fans hätten versucht, gewaltsam in das Stadion zu gelangen. Später gab die Polizei bekannt, dass gegen 29 Personen nun Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet wurden – ihnen wird vorgeworfen, Ordner angegriffen und Kontrollpunkte umgangen zu haben.
Fünf Beamte erlitten laut Polizei leichte Verletzungen, setzten ihre Arbeit aber fort. Auch Bayern-Anhänger behaupteten, Dutzende ihrer Leute seien verletzt worden, einige hätten sogar ärztliche Behandlung in Krankenhäusern benötigt – die lokalen Kliniken konnten die Zahlen jedoch aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht bestätigen. In einer Stellungnahme vom 28. Februar präzisierte die Polizei, dass eine Gruppe von 29 Personen gefälschte oder ungültige Tickets genutzt habe, nach Überprüfung aber dennoch Einlass erhalten habe. Einige hätten sich später entschieden, draußen zu bleiben.
Unterdessen zeigte die Dortmunder Südtribüne ein Transparent als Solidaritätsbekundung mit dem Spruch "Freiheit für Auswärtsfans in Dortmund". Der Vorfall ereignet sich nur wenige Tage, nachdem Dortmunder Ultras ihren eigenen Auswärtsboykott im Champions-League-Spiel in Bergamo durchführten – nachdem Bundespolizisten mehreren Fans die Ausreise nach Italien verwehrt hatten.
Die Partie fand unter gedrückter Stimmung im Gästebereich statt. Unabhängige Untersuchungen zu den Vorwürfen beider Seiten stehen noch aus. Der Konflikt verschärft die ohnehin angespannte Lage zwischen Fangruppen und Behörden in Fragen von Stadionzugang und Polizeieinsätzen.






