Amprion beantragt Zugang zu 3.000 Grundstücken für neue Stromtrasse – Widerstand wächst
Theo SchulteAmprion beantragt Zugang zu 3.000 Grundstücken für neue Stromtrasse – Widerstand wächst
Die Amprion GmbH hat die rechtliche Nutzung von rund 3.000 privaten Grundstücken in sieben Gemeinden beantragt. Der Schritt ist Teil der Vorbereitungsarbeiten für die neue 380-kV-Freileitung Westerkappeln–Gersteinwerk. Seit 2025 wächst der Widerstand der Anwohner, mit Protesten, Petitionen und Klagen – besonders in Regionen wie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Das Verfahren begann 2025, als Amprion erstmals betroffene Gemeinden über Zugangsrechte und erste Maßnahmen zur Netzausbau-Vorbereitung informierte. Nach dem Bundesbedarfsplangesetz ist das Unternehmen gesetzlich verpflichtet, diese Vorarbeiten durchzuführen. Die Zugangsanordnungen, die Amprion den Zutritt zu Grundstücken auch ohne Zustimmung der Eigentümer ermöglichen, werden im Amtsblatt der Bezirksregierung Münster am 6. Februar 2025 veröffentlicht und treten am 2. März 2026 in Kraft.
Sobald die Anordnungen gelten, darf das Unternehmen Geländebegehungen, Biotoperfassungen und die Dokumentation geschützter Arten auf den betroffenen Flächen durchführen. Der bevorzugte Trassenkorridor für die Stromleitung ist bereits festgelegt, doch die endgültige Planfeststellung wird erst im Rahmen des Genehmigungsverfahrens 2027 abgeschlossen.
Um Bedenken zu addressieren, veranstaltet die Bezirksregierung Münster am 9. Februar 2026 von 16:00 bis 17:00 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung zu den Zugangsanordnungen. Gleichzeitig nimmt der öffentliche Widerstand zu: Anwohner organisieren Bürgerversammlungen, reichen Klagen ein und gründen Bürgerinitiativen, um gegen die Pläne vorzugehen.
Die Zugangsanordnungen betreffen etwa 3.000 Grundstücke und ermöglichen Amprion, mit den notwendigen Vorarbeiten zu beginnen. Zwar befindet sich das Projekt noch in einer frühen Phase, doch die endgültige Genehmigung wird erst 2027 erwartet. Der lokale Widerstand prägt weiterhin die Debatte, während betroffene Gemeinden gegen die Maßnahmen protestieren.






