14 April 2026, 10:05

AfD scheitert in NRW-Stichwahlen trotz Stimmenzuwachs – ein zwiespältiger Erfolg

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AfD scheitert in NRW-Stichwahlen trotz Stimmenzuwachs – ein zwiespältiger Erfolg

Gemischte Ergebnisse für die AfD bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen

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Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen verzeichnete die rechtspopulistische AfD ein zwiespältiges Ergebnis. Zwar verdreifachte die Partei ihren Stimmenanteil im Vergleich zu früheren Wahlen, scheiterte jedoch in allen entscheidenden Stichwahlen. Trotz dieser Rückschläge wertete der Landesvorsitzende Martin Vincentz das Ergebnis als Erfolg.

Die AfD war mit höheren Erwartungen in die Ratswahlen in NRW gegangen. Mit landesweit 14,5 Prozent blieb sie jedoch deutlich hinter ihren eigenen Zielen zurück. Kritiker bewerteten das Abschneiden als schwach – besonders vor dem Hintergrund früherer Umfragegewinne in der Region.

In Städten wie Gelsenkirchen, Duisburg und Bergheim verlor die Partei zwischen dem ersten Wahlgang und den Stichwahlen an Unterstützung. Alle vier AfD-Kandidaten, die in der zweiten Runde antraten, unterlagen ihren Konkurrenten. Vincentz betonte dennoch, die Wahl markiere einen Fortschritt, und verwies auf die Verdreifachung der Stimmen seit der letzten Wahl.

Interne Konflikte belasten die Partei in NRW zusätzlich. Rechtsextreme Flügel innerhalb der AfD sorgen für anhaltende Streitigkeiten, die den Wahlkampf überschattet haben. Beobachter stellten fest, dass die AfD in diesem Wahlkampf nur eine untergeordnete Rolle spielte – lokale Themen dominierten die Debatten, nicht landesweite Kontroversen.

Einige Analysten halten den Einfluss der AfD in NRW für überbewertet. Zwar werde die Partei von Konkurrenten und Medien oft als große Bedrohung dargestellt, doch bleibe ihre tatsächliche Wirkung begrenzt. Ein Kommentator bezeichnete sie als "Papiertiger" – mit viel Lärm, aber wenig realer Macht.

Die AfD verlässt diese Wahl ohne einen einzigen Stichwahlsieg und mit einem enttäuschenden Landesergebnis. Die Parteiführung betont zwar die Verdreifachung der Stimmen als Wachstumssignal, doch die Niederlagen in Schlüsselrennen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen. Interne Zerwürfnisse und begrenzte lokale Verankerung bleiben Hürden für künftige Wahlkämpfe.

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