AfD gewinnt bei Migranten: Wer wählt rechts – und wer bleibt der SPD treu?
Charlotte KrügerAfD gewinnt bei Migranten: Wer wählt rechts – und wer bleibt der SPD treu?
Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung offenbart verschobene politische Loyalitäten unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die Untersuchung zeigt eine wachsende Unterstützung für die AfD in bestimmten Gruppen, während traditionelle Parteien an Zuspruch verlieren. Die Ergebnisse folgen auf jüngste Wahlerfolge der AfD in Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Ruhrgebiet.
Laut der Studie liegt die AfD bei zwei zentralen Gruppen vorn: Unter Spätaussiedlern kommt die Partei auf 31 Prozent – vor der Union. Auch bei Menschen mit polnischen Wurzeln ist die AfD mit 33 Prozent führend, mehr als Union und SPD zusammen.
Russlanddeutsche bevorzugen mittlerweile die SPD, die mit 43 Prozent klar vorne liegt. Union und AfD folgen gleichauf mit jeweils 14 Prozent. Dies markiert einen deutlichen Wandel, da die Unterstützung für die Union unter Nachkommen russischer und polnischer Herkunft stark gesunken ist.
Bei Deutschtürken zeigt sich die geringste Zustimmung für die AfD: Die Partei landet mit nur 8 Prozent auf Platz fünf. Hier bleibt die SPD mit 35 Prozent am stärksten, während die Grünen auf das gleiche Ergebnis wie die AfD kommen. Die Studie führt diese Unterschiede auf divergierende Einstellungen zur Migration in den verschiedenen Communities zurück.
Der Aufstieg der AfD folgt auf starke Ergebnisse bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen. In mehreren Ruhrgebietsstädten erreichte die Partei zweite oder sogar erste Plätze und festigte so ihre wachsende Anziehungskraft bei spezifischen Wählergruppen.
Die Erkenntnisse bestätigen den expandierenden Einfluss der AfD bei Menschen mit polnischem Hintergrund und Spätaussiedlern. Gleichzeitig behält die SPD ihre Dominanz in russischen und türkischen Communities. Die Studie legt nahe, dass Einstellungen zur Migration eine zentrale Rolle bei der Prägung dieser politischen Präferenzen spielen.






