Abschied von der Autobahnkirche Ruhr: Ein Stück Bochumer Geschichte endet
Theo SchulteAbschied von der Autobahnkirche Ruhr: Ein Stück Bochumer Geschichte endet
Autobahnkirche Ruhr schließt am Samstag für immer ihre Türen
Die Autobahnkirche Ruhr, ein bekannter Rastort für Reisende, empfängt an diesem Samstag zum letzten Mal Besucher. 15 Jahre lang bot sie Fahrern und Gästen entlang der A40 Trost und eine Pause vom Alltag. Nun markiert ihr letzter Tag das Ende einer Ära für die Bochumer Gemeinschaft und die Region.
Die Kirche, die als Gast in einer Bochumer Kirchengemeinde untergebracht war, diente als stille Oase – täglich hielten sich etwa 15 Menschen dort auf. Zudem war sie Schauplatz besonderer Veranstaltungen, darunter ein jährlicher Gedenkgottesdienst für Verkehrsopfer in der Region. Es gab sogar Pläne für eine dauerhafte Gedenkstätte, doch diese wurden verworfen, nachdem das Gebäude an einen privaten Käufer verkauft worden war.
Jeden Juni beteiligte sich die Kirche am Tag der Autobahnkirchen, und für 2025 war bereits ein Treffen von Motorradfahrern geplant. Doch der Verkauf, der im Oktober 2025 vollzogen wird, macht christliche Gottesdienste auf dem Gelände unmöglich. Das vertraute Banner "Komm zur Ruhe", das von der Autobahn aus sichtbar war, sowie weitere Schilder werden am Samstag abgebaut.
Am Samstagmorgen findet ein Abschiedstreffen für die Ehrenamtlichen statt – eine letzte Gelegenheit, um Abschied zu nehmen.
Mit der Schließung verliert die Gemeinschaft ihren langjährigen Ort der Besinnung. Die Rolle der Kirche, Verkehrsopfer zu ehren und Reisenden eine friedvolle Rast zu bieten, endet damit. Nach diesem Wochenende werden keine Gottesdienste oder Veranstaltungen mehr an diesem Ort stattfinden.