08 March 2026, 14:04

84-Jährige verliert 300.000 Euro an falsche Polizisten und Betrüger

Eine Goldmünze mit der Aufschrift "Gut für 50 in Waren" auf einem weißen Hintergrund.

Polizeifake: Senior verliert 300.000 Euro - 84-Jährige verliert 300.000 Euro an falsche Polizisten und Betrüger

Eine 84-jährige Frau aus Hilden bei Düsseldorf hat ihr gesamtes Erspartes verloren, nachdem sie Opfer eines raffinierten Betrugs geworden war. Kriminelle, die sich als Polizisten und andere Beamte ausgaben, brachten sie dazu, über mehrere Wochen hinweg rund 300.000 Euro zu überweisen. Die Behörden warnen seitdem die Öffentlichkeit vor solchen perfiden Maschen.

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Der Betrug begann mit einem Anruf eines Mannes, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er wies die Frau an, ihr Geld abzuheben und in Gold zu tauschen – angeblich zu ihrem eigenen Schutz. In den folgenden Wochen gaben sich die Betrüger weiterhin als verschiedene Amtspersonen aus, darunter Staatsanwälte, Richter und Bankangestellte, um sie zur Kooperation zu bewegen.

Die Frau folgte den Anweisungen immer wieder, ohne zu ahnen, dass sie hintergangen wurde. Erst als sie bei ihrer Bank einen Kredit aufnehmen wollte, flog der Schwindel auf. Misstrauische Mitarbeiter bemerkten die ungewöhnlichen Transaktionen und alarmierten die Polizei.

Dieser Fall ist Teil eines besorgniserregenden Trends. Allein im vergangenen Jahr wurden bundesweit rund 1.200 ähnliche Betrugsfälle gemeldet, bei denen sich Betrüger als Polizisten oder Regierungsvertreter ausgaben. Die Polizeistatistiken zeigen einen Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Behörden betonen, dass weder die Polizei noch Staatsanwälte jemals anrufen würden, um nach privaten Vermögenswerten zu fragen. Zudem bestätigten sie, dass kein seriöser Beamter jemals Bargeld, Schmuck oder Gold zur "sicheren Verwahrung" anfordern würde.

Der Verlust der Frau unterstreicht die wachsende Gefahr von Identitätsbetrug, der gezielt verletzliche Personen ins Visier nimmt. Die Polizei ermittelt weiterhin in dem Fall und ruft die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Bei verdächtigen Anrufen sollte die Identität des Anrufers stets überprüft werden, bevor man handelt.

Quelle