2025: Wie Popkultur zwischen Nostalgie und **neuen** Trends schwankt
Theo Schulte2025, der Wahnsinn: Ein Lexikon für das Labubu-Jahr - 2025: Wie Popkultur zwischen Nostalgie und **neuen** Trends schwankt
Das Jahr 2025 brachte bemerkenswerte Verschiebungen in der deutschen Popkultur mit sich – von musikalischen Meilensteinen bis hin zu neuen Trends in Nachtleben und digitalen Gewohnheiten. Eine Mischung aus Nostalgie und Innovation prägte die Unterhaltungsbranche, während langjährige Favoriten Platz für neue Gesichter und Ausdrucksformen machten.
Mariah Careys „All I Want for Christmas Is You“ stellte in Deutschland einen neuen Rekord auf und wurde mit der längsten Platzierung an der Spitze der Charts zum erfolgreichsten Nummer-eins-Hit des Landes. Der 31 Jahre alte Weihnachtsklassiker festigte damit seinen anhaltenden Kultstatus.
Unterdessen beendeten Streaming-Plattformen große Serien: „Squid Game“ und „Stranger Things“ strahlten ihre finalen Staffeln aus und zogen weltweite Aufmerksamkeit auf sich. Netflix veröffentlichte zudem „Adoleszenz“, eine Miniserie, die düstere Themen wie Incel-Kultur, Mobbing und einen mörderischen Teenager behandelt. In der Musikszene sicherte sich die Popsängerin Ayliva aus dem Ruhrgebiet zum dritten Mal in Folge den Titel „Künstlerin des Jahres“ auf YouTube. Medien wie die „Goslarer Zeitung“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichteten ausführlich über ihren anhaltenden Erfolg. Ein anderer Ansatz kam von Frederik Braun, Mitgründer des Miniatur Wunderland, der mit „Bildschirmblick“ einen Song veröffentlichte, der zu einem bewussteren Umgang mit Smartphones aufrief.
Das Berliner Nachtleben erlebte hingegen einen Rückgang, da mehrere legendäre Clubs für immer ihre Türen schlossen und damit das kulturelle Gesicht der Stadt veränderten. Im Fernsehen feierten die Reality-TV-Stars Harald Glööckler und Désirée Nick ein Comeback in „Promi Big Brother“ und festigten ihren Ruf als beliebtes Duo.
Auch im Alltag zeigten sich Veränderungen: Eiskaffee mit Vanilleeis und Schlagsahne wurde zunehmend von Eistee-Latte und Cold Brew verdrängt. Sprachlich setzte sich „Das crazy“ als Jugendwort des Jahres durch – ein Ausdruck, der dann fällt, wenn man sprachlos ist oder keine richtige Antwort parat hat. Demografen markierten 2025 zudem als das angebliche Auftreten der „Generation Beta“, die auf die „Generation Alpha“ (2010–2024) folgt.
Das Jahr spiegelte somit eine Mischung aus Kontinuität und Wandel wider: zwischen Dauerbrennern und neuen kulturellen Strömungen. Von Serienfinales über sich wandelnden Slang bis hin zu veränderten Sozialgewohnheiten hinterließ 2025 deutliche Spuren in Deutschlands Unterhaltungs- und Alltagskultur. Diese Entwicklungen zeigten gleichermaßen die Beständigkeit alter Favoriten wie den Aufstieg frischer Einflüsse.






