16 March 2026, 08:05

14. Dezember: Warum der Tag der Schneekugel ein stilles Winterwunder feiert

Ein Gebäude in Berlin, Deutschland, geschmückt mit festlichen Weihnachtslichtern, umgeben von Bäumen und Laternenmasten, mit Schildern mit Text darauf, unter einem sichtbaren Himmel.

14. Dezember: Warum der Tag der Schneekugel ein stilles Winterwunder feiert

14. Dezember: Tag der Schneekugel – ein kurioses Fest für das winterliche Kultobjekt

Der 14. Dezember ist der Tag der Schneekugel, eine skurrile jährliche Hommage an das beliebte Dekoobjekt. Das Datum hat keine besondere Bedeutung – es wurde schlicht gewählt, um dem festlichen Nippes einen eigenen Platz im Kalender zu verschaffen. Geblieben ist der Tag ein eher unscheinbares Ereignis, selbst in Deutschland, wo die Idee entstand. Große öffentliche Feiern oder Bräuche gibt es nicht.

Die Schneekugel selbst ist eine versiegelte Glaskugel, gefüllt mit Wasser und winzigen weißen oder glitzernden Partikeln. Wird sie geschüttelt, wirbeln diese um Miniaturlandschaften im Inneren und imitieren so eine verschneite Winterwelt. Meist wird Leitungswasser verwendet, manche Hersteller setzen jedoch auf destilliertes oder deionisiertes Wasser, um Trübungen und Algenbildung vorzubeugen.

Häufig gibt man einen Tropfen Glycerin hinzu, um den Fall der Partikel zu verlangsamen – für einen natürlicher wirkenden Schneeeffekt. Die genauen Ursprünge der Schneekugel sind unklar, doch ein frühes Vorbild stammt aus dem Jahr 1572, geschaffen von Leonhard Thurneysser. Die moderne Version wird hingegen oft Erwin Perzy zugeschrieben, der Ende des 19. Jahrhunderts ein "Glaskugel mit Schneeeffekt" patentieren ließ.

Der Feiertag selbst ist eine junge Erfindung: Sven Giese rief den Tag der Schneekugel 2020 ins Leben und wählte den 14. Dezember – ohne tieferen Grund, außer einer Lücke im vorweihnachtlichen Kalender zu füllen. Trotz deutscher Wurzeln hat sich der Tag hierzulande nicht durchgesetzt; keine Stadt oder Region veranstaltet offizielle Feiern zum Schneekugeltag.

Schneekugeln bleiben ein harmloses Kuriosum – ihr Wasser ist ungiftig, auch wenn vom Schlucken natürlich abgeraten wird. Der Feiertag selbst bleibt leise, beachtet vor allem von Sammlern und Liebhabern. Vorerst ist er eine kleine, heitere Verbeugung vor einem klassischen Winteraccessoire.

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